Jörg Marzinzick

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Fremdwörter

Auf dieser Seite habe ich Fremdwörter, die ich nachgeschlagen habe oder für erwähnenswert hielt zusammengetragen, ich finde es anregend in dieser Sammelung immer mal wieder herumzustöbern, um so meinen Wortschatz ständig zu erweitern. Vielleicht finden ja auch andere ein Interesse an dieser Sammlung.

Fremdworte

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-A-

Allegorie

Eine Allegorie ist ein objektiv fassbares (oft personifiziertes) Bild als Darstellung eines abstrakten Begriffs oder Sachverhalts.
In der Literaturwissenschaft wird die Allegorie als Sprachbild und Stilfigur den Tropen zugeordnet und gilt dort als erweiterte, also über ein Einzelwort hinausgehende, Metapher. Eine Allegorie kann etwa eine einfache Geschichte sein, die einen größeren oder abstrakten Sachverhalt verdeutlicht.
Synonyme zu Allegorie sind zum Beispiel „Sinnbild“, „Verkörperung“, „Inkarnation“ oder auch „Personifikation“.
Das Substantiv ist von lat. allegoria, bzw. von gr. allēgoría (das Anderssagen) hergeleitet.

Eine der wohl am weitverbreitetsten Allegorien ist der Sensenmann, der als fassbare Darstellung für den Tod .fungiert

Der Sensenmann als Skelett in schwarzer Kutte mit Sense in der Hand steht für den Tod.

-B-

Some Text B

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-C-

Some Text C

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Some Text C

-D-

Dilettant

Das Substantiv Dilettant (der) beschreibt eine Person, die sich aus persönlichem Interesse oder Liebhaberei mit einem wissenschaftlichen, künstlerischen oder handwerklichen Gebiet beschäftigt. Synonyme sind hier „Amateur“ oder „Laie“.
Meist wird der Begriff allerdings abwertend genutzt, um jemanden zu beschreiben, der sein Handwerk nicht beherrscht.
vom italienischen dilettante (Kunstliebhaber) entlehnt, welches auf das lateinische Verb delectare (erfreuen, unterhalten, interessieren) zurückgeht.

Bei der Renovierung meines Hauses waren offensichtlich nur Dilettanten am Werk, so dass ich einen Großteil der Arbeit noch einmal selbst erledigen muss.

Er ist zwar nur ein Dilettant, dennoch sind seine geschnitzten Figuren von außerordentlicher Hingabe geprägt.

-E-

Euphemismus

Ein Euphemismus ist ein beschönigender oder verharmlosender Ausdruck für etwas unangenehmes, anrüchiges oder negatives, ein Hüllwort also, das verwendet wird um einen Sachverhalt sprachlich abzumildern.
Der Ausdruck stammt vom gleichbedeutenden griechischen euphēmismós ab.

„Einschläfern“ beispielsweise ist ein Euphemismus für das absichtliche Vergiften eines Tieres (zu seinem eigenen Wohl, natürlich).

essenziell

Das Adjektiv essenziell bedeutet „wesentlich“ bzw. „lebensnotwendig“. Die Schreibweise essentiell ist ebenfalls korrekt.
Die Bildung der Steigerungsformen essenzieller bzw. am essenziellsten ist zwar grammatikalisch zulässig, aber selten angebracht.
Seinen Ursprung hat der Begriff im Lateinischen essentia (das Wesen einer Sache, konzentrierter Auszug). Der Ausdruck stammt vom gleichbedeutenden griechischen euphēmismós ab.

Mein Projektplan ist kurz und knapp, enthält aber alle essenziellen Schritte für einen reibungslosen Produktionsablauf.

Um zu überleben, muss der menschliche Körper mit essenziellen Aminosäuren aus der Nahrung versorgt werden.

-F-

filibustern

Das Verb filibustern bedeutet „Zeit schinden“ oder „hinauszögern“.
Es wird vor allem in der Politik verwendet, um ein ausschweifendes, marathonartiges Reden zu beschreiben, mit dem unangenehme Dinge, wie Entscheidungen oder Abstimmungen, hinausgezögert oder zu verhindern versucht werden.
Seinen Ursprung findet filibustern im englischen Verb to filibuster, welches anhand des Substantivs filibuster (Flibustier) herzuleiten ist. Das Substantiv wurde durch westindische Seeräuber der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts geprägt und bezeichnet somit Freibeuter.

Vor allem Minderheitsparteien der USA bedienen sich dem üblichen Mittel des Filibusterns, um Entscheidungen im Senat zu verhindern.

-G-

gustatorisch

Das Adjektiv gustatorisch bedeutet „den Geschmackssinn betreffend“ bzw. „das Schmecken betreffend“.
Die Sinneszellen in Nase und Mund, allen voran auf der Zunge, sind für die Wahrnehmung der gustatorischen Reize wie süß, sauer, salzig und bitter verantwortlich.
Grundsätzlich kommt der Begriff nur in Bereichen der Medizin oder der Psychologie vor, in denen auch die anderen Sinne beleuchtet werden, die olfaktorische, akustische, visuelle und haptische Reize wahrnehmen.
vom lateinischen Verb gustare (schmecken, probieren, genießen).

Das Mahl sieht aus wie zusammengewürfelt, aber gustatorisch sagt es mir dennoch zu.

Die gustatorischen Nervenzellen des Patienten leiden unter einer Fehlfunktion, so dass es ihm nicht möglich ist, alle Geschmacksrichtungen zu unterscheiden.

Some Text H

-I-

implizieren

Das Verb implizieren bedeutet „beinhalten“, „einschließen“ oder „zur Folge haben“.
Verwendet wird implizieren meist bei Aussagen, die weiteren Inhalt in sich tragen, ohne diesen tatsächlich auszusprechen. Das Unausgesprochene wird impliziert. Man spricht von einer impliziten Aussage.
Der Begriff geht auf das lateinische implicare (einwickeln, verflechten, verknüpfen) zurück.

Während sie sagt: „Es ist nichts.“, impliziert das häufig, dass so einiges im Argen liegt. das den ganzen Abend.

In der Mathematik gilt die Wahrheit des Satzes A als hinreichende Bedingung für den Wahrheitsgehalt des Satzes B. Demnach gilt: A impliziert B.

Some Text J

-K-

Kokolores

Das umgangssprachliche Substantiv Kokolores bedeutet so viel wie „Blödsinn“, „Unfug“, „Nonsens“, aber auch „Geschwätz“ oder “Getue“.
Die Herkunft des Wortes ist bis heute nicht geklärt. Es wird diskutiert, ob der Ausdruck womöglich von dem mittelniederdeutschen Wort Gokeler („Gaukler“) abgeleitet wurde. Diese Herkunft stützt man auf die Ähnlichkeit des Wortlauts. Alternativ wird Kokolores auf den Ruf des Hahns bezogen, welchem Stolz und Prahlerei nachgesagt wird.

Nachdem er den ganzen Abend nur Kokolores geredet hatte, schwor sie, sich nie wieder auf ein Blinddate einzulassen.

Die Molekularküche ist für den traditionellen Koch kompletter Kokolores.

Some Text L

-M-

Mischpoke

Das Substantiv Mischpoke (die) bedeutet „Familie“, „Verwandtschaft“ oder beschreibt eine „familienähnliche Gemeinschaft“ sowie „üble Gesellschaft“. Weitere, korrekte Schreibweisen des Wortes lauten Mischpoche und Muschpoke.
Meist wird der Begriff in der Umgangssprache abwertend genutzt, was aber nicht für den wertfreien, hebräischen Ursprung mišpāḥā(h) (Familie, Verwandtschaft) gilt. Aus dem Westjiddischen gelang das Wort über das Rotwelsche in die deutsche Sprache.

Hoffentlich kommt er alleine. Wenn er seine ganze Mischpoke mitbringt, verdirbt das den ganzen Abend.

-P-

Paraphrasieren

Das Verb paraphrasieren meint in der Sprachwissenschaft „etwas in eigenen Worten wiedergeben/erklären“.
Dabei kann etwas mit anderen Wörtern oder Ausdrücken umschrieben, frei in eine andere Sprache übertragen oder sinngemäß wiederholt werden.
Im Bereich der Musik kann paraphrasieren zudem bedeuten, eine Melodie oder Abfolge von Akkorden auszuschmücken.
Das Verb ist aus dem Substantiv Paraphrase abgeleitet. Paraphrase ist aus dem griechischen Präfix para– (bei, neben) und phrásis (Redeweise, Ausdruck) zusammengesetzt und bedeutet so viel wie „Umschreibung“.

Für die Synchronisation muss das Drehbuch aus dem Englischen ins Deutsche paraphrasiert werden. Eine wortwörtliche Übersetzung der Texte ist nicht möglich, da das gesprochene Wort zur Lippenbewegung der Schauspieler passen muss.

Derzeit ist die Band mit dem Schreiben der Songs ihres zweiten Studioalbums beschäftigt. In stundenlangen Sessions werden Melodien entwickelt, paraphrasiert und mit Songtexten unterlegt.

Nur in jeder zehnten Arbeit wurde korrekt zitiert und belegt, in den anderen haben wir fehlende, falsche oder unvollständige Zitierweisen und Quellenangaben gefunden. Häufig paraphrasieren die Studenten etwa nach einem korrekten Zitat, vergessen aber, dazu ein „vergleiche“ zu schreiben.

-R-

rigide

Das Adjektiv rigide bedeutet „streng“, „starr“ oder „unnachgiebig“. Es kann etwa den Charakter eines Menschen beschreiben, aber auch andere Sachverhalte. Man spricht etwa von rigiden Regeln, Vorschriften, Preisen etc.
Im medizinischen Kontext bedeutet rigide „steif“ bzw. „starr“ in Bezug auf Körperstrukturen.
lat. von rigidus (steif, rau, unerbittlich)

In unserer Zeit in der Schule hatten wir nichts zu lachen. Die rigide Führung der Lehrer unterband jede Menge Frohsinn.

-S-

Sakrileg

Der Begriff Sakrileg (das) bezeichnet ursprünglich die Entweihung von Heiligtümern und geweihten Personen durch Angriffe, Schändung, Raub oder Missbrauch.
Mittlerweile kann der Begriff auch losgelöst vom religiösen Kontext verwendet werden. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist ein Sakrileg heute ein Vergehen oder ein Frevel gegen Personen. Auch das Missbrauchen, Verunstalten oder Beleidigen von Systemen, Gegenständen oder Stätten kann als Sakrileg bezeichnet werden.
vom lat. sacrilegium (Tempelraub), das sich zusammensetzt aus sacra (Heiliges) und legere (auflesen, stehlen).

Einen hochkarätigen Manager aus der Finanzbranche, also einen Nicht-Mediziner, als oberstes Entscheidungs- und Leitungsorgan des Krankenhauses einzusetzen, empfanden viele Mitarbeiter als Sakrileg.

So mancher Tourist in Italien schlürft zum Abendessen gerne seinen Cappuccino. Für die Italiener das reinste Sakrileg.

Status quo

Der Ausdruck Status quo (der) meint heute den „gegenwärtigen Zustand“.
Vom Status quo spricht man also im Allgemeinen dann, wenn man den aktuellen Stand der Dinge meint. Insbesondere sind damit auch die aktuellen rechtlichen oder wirtschaftlichen Gegebenheiten gemeint.
Oft impliziert der Begriff, dass der aktuelle Zustand problembehaftet ist, es aber auch keine einfache Lösung gibt.
Status quo leitet sich aus der lateinischen Rechtssprache ab. In statu quo ante bedeutete hier „im vorherigen Zustand“.

Es hilft nichts, in blinden Aktionismus auszubrechen. Zunächst müssen wir präzise den Status quo erfassen. Eine Route kann – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne – nur dann geplant werden, wenn man sowohl das Ziel als auch den Ausgangspunkt genau definieren kann.

Im Spannungsverhältnis zwischen Taiwan und der Volksrepublik China ist in naher Zukunft keine Abweichung vom – relativ stabilen – Status quo zu erwarten.

-Z-

Zampano Ein Zampano ist ein Mann, häufig Anführer einer Gruppe, der durch übertriebenes, prahlerisches Gebaren beeindrucken will. Er versucht, sich in den Vordergrund zu spielen und erweckt gerne den Eindruck, Unmögliches möglich machen zu können.
Zampano ist auf die gleichnamige Figur in Federico Fellinis Film „La Strada“ zurückzuführen. Fellinis Zampano ist ein prahlerischer Schausteller, der bei seinen Auftritten auf imposante Weise Eisenketten sprengt, welche seinen Brustkorb umschließen.
Ursprung:

Sobald er ein Restaurant betritt, spielt er sich auf wie der große Zampano. Er erwartet, dass alle Kellner sich sofort auf ihn stürzen und ihm den bestmöglichen Tisch und Service gewähren.

„Kippenberger hätte diese große Karriere nie über die Museen gemacht. Durchgesetzt haben ihn die Privatsammler, die ihn aus den falschen Gründen gekauft haben. Ohne seine Selbstinszenierung hätte sich sein Werk nicht durchgesetzt. Das Tragische ist, dass er ein bedeutender Künstler ist, auch wenn viele in ihm nur den Exzess-Zampano sehen.“